Typisierungsaktion in Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung am 23. Februar 2026
Bereits in der Vergangenheit hat das Gymnasium Martinum mit großem Engagement Stammzelltypisierungen durchgeführt. Auch 2026 setzt die Schule dieses wichtige Zeichen:
Am 23. Februar 2026 findet am Martinum erneut eine Typisierungsaktion in Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung statt.
Ziel der Aktion ist es, möglichst viele junge Menschen als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender zu registrieren. Für zahlreiche Blutkrebspatientinnen und -patienten ist eine Transplantation die einzige Chance auf Heilung. Doch noch immer findet nicht jede betroffene Person einen passenden genetischen „Zwilling“.

Bild: Verleihung der Auszeichnung "Lebensretter-Schule" nach der letzten Typisierungsaktion 2024
„Wir freuen uns sehr, dass die Stefan-Morsch-Stiftung erneut am Martinum zu Gast ist. Die Typisierungsaktion ist für uns mehr als ein Projekttag – sie ist gelebte Verantwortung. Wir hoffen auf zahlreiche Registrierungen und darauf, dass möglichst viele unserer Schülerinnen und Schüler diese Chance nutzen, konkret zu helfen“, erklärt Oberstufenkoordinator Veit Biedermann, auf dessen Einsatz diese Typisierungsaktion zurückgeht.
Information und Aufklärung im Mittelpunkt
Am Aktionstag informiert das Team der Stefan-Morsch-Stiftung umfassend über
- die Voraussetzungen für eine Registrierung (Mindestalter 18 Jahre, 16 Jahre mit dem Einverständnis der Sorgeberechtigten),
- den Ablauf der Typisierung,
- den möglichen weiteren Verlauf im Falle einer Übereinstimmung,
- medizinische Hintergründe der Stammzellspende.
Die Registrierung selbst ist unkompliziert und schmerzfrei: Ein Wangenabstrich genügt, um in die Spenderdatei aufgenommen zu werden.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Fabian Korb von der Stefan-Morsch-Stiftung betont die Wichtigkeit von Schulaktionen wie der am Martinum: „Kooperationen mit Schulen wie dem Martinum sind für unsere Arbeit von zentraler Bedeutung. Junge Menschen sind besonders wichtige potenzielle Spenderinnen und Spender. Umso mehr freuen wir uns, dass wir dem Martinum nach mehreren Typisierungsaktionen die Auszeichnung „Lebensretter-Schule“ verleihen konnten, weil sich die Schule dauerhaft für das Thema Stammzellspende engagiert.“
Mit der erneuten Zusammenarbeit unterstreichen das Martinum und die Stefan-Morsch-Stiftung ihr gemeinsames Ziel: junge Menschen zu sensibilisieren, Solidarität konkret erlebbar zu machen und gesellschaftliche Verantwortung aktiv zu übernehmen.
Die Schulgemeinschaft hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, wie groß die Bereitschaft ist, sich für andere einzusetzen. Jede einzelne Registrierung erhöht die Chance, dass ein erkrankter Mensch eine lebensrettende Spende erhält.
Jetzt mitmachen
Alle Schülerinnen und Schüler ab 18 Jahren (ab 16 Jahren mit Einverständnis der Sorgeberechtigen) sowie andere Interessierte aus dem schulischen Umfeld sind herzlich eingeladen, sich am 23. Februar 2026 von 9.30 bis 14.00 Uhr im Raum B 114 des Martinums typisieren zu lassen.
Am Sonntag vorher besteht ebenfalls schon die Möglichkeit für die Abgabe einer Speichelprobe. Der TVE als Kooperationspartner des Martinums bietet im Rahmen des Handballspiels der A-Jugend GREEN ACADEMY eine Typisierungsaktion in der Emshalle an. Weitere Informationen sind dem beigefügten Plakat zu entnehmen.
Mehr zur Typisierung und Stammzellspende gibt es unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Dort kann man sich auch in nur drei Schritten online registrieren.
Download Broschüre: Kurzinfo Stammzellenspende

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist Deutschlands erste Stammzellspenderdatei. Mitte der 1980er Jahre bewegte das Schicksal des 16-jährigen Stefan Morsch viele Menschen in Deutschland und weltweit. Er war der erste Europäer, dessen Leukämie durch die Übertragung von fremdem Knochenmark geheilt werden konnte. Leider starb Stefan nach einem halben Jahr an einer Lungenentzündung. Seine Idee, in Deutschland eine Datenbank für Stammzellspender aufzubauen, um anderen Leukämiepatienten eine Chance auf Heilung zu ermöglichen, ist mit der Gründung der Stefan-Morsch-Stiftung 1986 Realität geworden. Heute sucht und vermittelt die Stiftung Stammzellspendern für Transplantationskliniken im In- und Ausland und koordiniert Stammzellentnahmen in enger Absprache mit der transplantierenden Klinik. Im eigenen HLA-Labor werden die eingehenden Blut- und Speichelproben potenzieller Stammzellspender analysiert. Zudem fördert die Stefan-Morsch-Stiftung verschiedene Forschungsprojekte, berät und begleitet Patienten und ihre Familien und hilft, wenn Betroffene aufgrund der Erkrankung in eine finanzielle Notlage gekommen sind.