Nach einer anstrengenden und holprigen Anreise mit der Deutschen Bahn, gefolgt von einem mehrstündigen Flug, wurden wir (der Spanisch-Kurs aus der Jahrgangsstufe 10 mit Frau Uennigmann und Frau Brune) herzlich von unseren Gastfamilien in Spanien begrüßt. Im Gegensatz zum regnerischen deutschen Wetter kamen wir bei 20 Grad und angenehmem spanischem Sonnenschein in Toledo an. Direkt am folgenden Tag ging es nach Madrid, wo uns unsere Austauschpartner Schritt für Schritt durch die Stadt zu gleich mehreren touristischen Attraktionen führten und uns ihre Vielseitigkeit näherbrachten. Am folgenden Samstag kehrten wir noch einmal nach Madrid zurück, um weitere Eindrücke dieser lebendigen Stadt zu sammeln. Ein besonderes Programmhighlight war der Besuch im Museo del Prado, durch den uns der promovierte Kunsthistoriker Dr. Felix Scheffler führte. Insgesamt nahmen wir Madrid als weltoffen, historisch interessant und kulinarisch ansprechend wahr.
Auch Toledo hat uns sehr gut gefallen. Die Altstadt mit ihren Gebäuden aus verschiedenen Epochen vermittelte ein besonderes Flair, und auch die Umgebung der Stadt war sehr ansprechend. Mehrmals hatten wir Gelegenheit, in Toledo essen zu gehen und typische spanische Spezialitäten zu probieren. Besonders die Empanadas, gefüllte Teigtaschen mit Fleisch, Käse oder anderen Zutaten, kamen bei vielen von uns gut an. Auch das Essen bei den Gastfamilien war sehr lecker, und viele genossen die traditionellen Gerichte, die serviert wurden.
Ein weiteres Highlight unseres Aufenthalts waren die Windmühlen von Consuegra in dessen Vorfeld wir eine kurze Einführung in die spanische Literatur, unter anderem zu Cervantes Don Quijote erhielten, was den Ausflug noch spannender machte.
Wir besichtigten die alten Mühlen, gegen die angeblich schon der berühmte Don Quijote de la Mancha kämpfte. Ein fachkundiger Guide gab uns Einblicke, welchem Zweck die Mühlen dienten und wie sie früher funktionierten.
Wir hatten auch Gelegenheit einen kleinen Einblick in den spanischen Unterricht zu erhalten, der sich in vielen Punkten vom bekannten Martinums-Unterricht unterscheidet.
Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb unserer Gruppe war sehr gut: Jeder war offen, viele neue Kontakte wurden geknüpft, und als am Samstag amerikanischen Austauschschüler zu uns und unseren Gastfamilien stießen, harmonierten alle Gruppen gut miteinander. Bei vielen Aktivitäten verstanden wir uns einfach sehr gut, sodass die Woche insgesamt ein rundum gelungenes Erlebnis voller neuer Eindrücke, Erfahrungen und Erinnerungen wurde – von den Stadtführungen über die spanische Kultur bis hin zu gemeinsamen Essen und Unternehmungen mit den Gastfamilien.