Drei Schülerinnen des Martinums auf Siegerliste des Wettbewerbs bio-logisch

Beim  Wettbewerb bio-logisch des Bildungsministeriums des Landes NRW schnitten die teilnehmenden Schüler/Innen des Gymnasiums Martinum in diesem Jahr besonders erfolgreich ab. Das Thema lautete in 2021 „Nicht auf den Kopf gefallen“. Drei Schülerinnen des Martinums, Gesa Marwede aus dem Biologie/Chemie Kurs von Dr. Ingo Brebeck sowie Jola Droste und Liv Twardon aus dem Biologie/Chemie Kurs von Dr. Birgit Schuh  bewiesen dies und schafften es auf die Siegerliste. Sie wurden zur Preisverleihung in das Zeiss Planetarium nach Bochum eingeladen.

Unter der Kuppel des Planetariums begrüßte zunächst die Kultusministerin Yvonne Gebauer per Videoschalte die Schülerinnen und Schüler deren Eltern und LehrerInnen und gratulierte zu dem herausragenden Erfolg, der besondere Fähigkeiten im naturwissenschaftlichen Denken belege, denn die Aufgaben, die sich in diesem Jahr um Arbeitsweise, Fähigkeiten und Schutz des Gehirns drehten, seien doch anspruchsvoll gewesen.

Dies verdeutlichten auch die teils lustigen, teils sehr kreativen, aber auch hervorragenden Beispiellösungen, die anschließend durch die Landesbeauftragte des Wettbewerbs, Anne Pertersdorf, humorvoll präsentiert wurden. So erinnerten einige der zu zeichnenden und zu beschriftenden Schädel eher an Haloween-Fratzen, bei anderen fiel die Größe des Hirnschädels bedenklich gering aus.

Bio-Logisch 2021_1Anne Petersdorf zeigte aber auch auf, dass sicherlich der häusliche Friede in mancher Familie durch die Aufgaben vor eine harte Belastungsprobe gestellt wurde. Corona bedingt wurden auch die experimentellen Aufgaben während des Lockdowns nämlich überwiegend zuhause erledigt. So sollte z. B. ein Experiment geplant und durchgeführt werden, mit dem die besondere Stabilität der runden Schädelform gezeigt werden könne. Ein teilnehmender Schüler schrieb dazu: „Als Versuchsobjekt habe ich dazu ein Ei verwendet und versucht es mit der Hand zu zerdrücken, was ich nicht geschafft habe. Dann habe ich das Ei meinem Vater in die Hand gegeben. Beim Drücken schwoll seine Kopf stark an und er wurde knallrot im Gesicht. Schließlich platzte das Ei und der Inhalt spritzte bis auf die benachbarten Stühle und das Fenster.“ Nicht zu beneiden auch der Bruder einer Schülerin, der, um die Bedeutung des Schlafs für erfolgreiches Lernen nachzuweisen, drei Tage in Folge nur eine Stunde und die darauffolgenden Tage 8 Stunden schlafen durfte, bevor jeweils ein Lerntest durchgeführt wurde. Die Schülerin kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass dieser nach 8 Stunden Schlaf besser gelang. 

Nach diesem amüsanten Bericht über Beiträge zum diesjährigen Wettbewerbsthema folgte als beeindruckender Höhepunkt des Programms der Veranstaltung eine Astronomie-Show, in der  die Leiterin des Zeiss-Planetariums, Prof. Dr. Susanne Hüttemeister zu einer spannenden Reise durch den Kosmos einlud. Nach der Präsentation einiger markanter Sternenbilder statteten die Besucher der internationalen Raumfähre ISS einen Besuch ab, an der nachts darauf der deutsche Astronaut Matthias Maurer eintraf. Von dort konnten die Zuschauer einen beeindruckenden Blick auf die Erde werfen. Frau Prof. Hüttemeister verwies auf die sichtbar dünne Atmosphäre, die die Erde umgibt und von der alles Leben auf der Erde abhängt. Auf ihrer weiteren Reise besuchten die interessierten Zuschauer den Mond, Mars und auch ferne Galaxien und erfuhren, dass der Mensch mit jeder seiner Zellen letztlich aus Sternenstaub besteht, der vor vielen Milliarden Jahren produziert wurde.

Zum Ende der gelungenen Veranstaltung wurde es dann für die SchülerInnen noch einmal richtig spannend, da die diesjährigen Preisträger in umgekehrter Reihenfolge bekannt gegeben wurden. Von den fast 2900 TeilnehmerInnen in 2021, die nach Jahrgangsstufen in drei Gruppen eingeteilt und gewertet wurden (Jg. 5 und 6, Jg. 7 und 8 und Jg. 9 und 10) wurden anteilig 24, 20 bzw. 16 Schüler/Innen geehrt. Gesa Marwede  erreichte dabei in der zweiten Gruppe einen tollen 12. Platz, Jola Droste und Liv Twardon den 9. bzw. 10. Platz in der dritten Gruppe. Alle drei erhielten eine von der Kultusministerin Yvonne Gebauer und Anne Petersdorf unterschriebene Urkunde, die den sehr guten Erfolg bescheinigte, und interessante Buchpreise.