Theaterbesuch der 9b und 9d

Die Klassen 9b und 9d des Martinums beschäftigen sich gerade mit dem Thema „Drama“, d.h. mit Theaterstücken. Aus diesem Grund stand am vergangenen Donnerstag (2.12.) für die Schüler*innen ein Besuch bei den Städtischen Bühnen in Münster auf dem Programm. An dem Vormittag wurde zum vorletzten Mal das Theaterstück „Das Gesetz der Schwerkraft“ des kanadischen Autors Olivier Sylvestre (UA 2017) aufgeführt.

Im Anschluss an die einstündige Vorstellung konnten die Schüler*innen in einem Gespräch mit der Theaterpädagogin Frau Amsbeck das Stück Revue passieren lassen und Fragen zu den Schauspieler*innen, zur Produktion oder zum Bühnenbild stellen.

Das Drama handelt von einem ganz wichtigen Thema: der Identitätsfindung. Wer bin ich? Was mag ich an mir? Welche Brücken will ich überqueren? Was bedeutet Freundschaft? Diese und andere Fragen stellt das Stück – auch an die Zuschauer*innen.

Die beiden Protagonisten des Theaterstücks – Fred und Dom – treffen sich an einem Platz bei den Klippen und schmieden Pläne, wie sie die Vorstadt hinter sich lassen und über die Brücke in Richtung der Stadt aufbrechen können, die für sie Freiheit und Erwachsensein symbolisiert. Dom, bei der Geburt als weiblich definiert, nutzt mittlerweile das Pronomen „er“. Fred ist neu in die Nachbarschaft gezogen und interessiert sich für Jungen. So überlegen sie gemeinsam, was sie jeweils ausmacht, wer sie sein wollen und was eigentlich „normal“ ist. „Egal wer ich bin, ich werde nie so sein wie die anderen.“, bringt Dom es auf den Punkt. Diese Erkenntnis ist für die beiden Figuren befreiend.

Und auch die Schüler*innen der Klassen 9b und 9d konnten am Ende des Theaterbesuchs der Aussage der Theaterpädagogin „ ‚Das Normale‘ gibt es doch eigentlich gar nicht.“ zustimmen.