Martinums-Schüler*innen der Geschichte des Sports auf der Spur

Am 28.Februar war traditionell der Einsendeschluss des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, der alle zwei Jahre Schüler*innen dazu aufruft, sich mit der Geschichte ihres Wohnortes oder ihrer Familiengeschichte auseinanderzusetzen. In diesem Jahr lautete das Oberthema: „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“. Gerade in Pandemiezeiten macht sich bemerkbar, wie aktuell das Thema ist. So sind die sozialen Kontakte auch durch den fehlenden gemeinsamen Sport stark eingeschränkt. 

 Am Martinum wurden insgesamt vier Beiträge eingereicht. Sarah, Alina und Mika aus der 9d forschten dazu, wie sich der Sportunterricht nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte und welchen Einfluss er auf die Entwicklung der Schüler*innen hatte. Ihre Ergebnisse haben sie in einer Schülersportzeitschrift ansprechend aufgearbeitet.

Bis 2019 gab es die große Sportshow „Sportissimo“ in Emsdetten, die auf 30 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann. Thea und Kara aus der 9b beschäftigten sich mit der Entwicklung der Show und untersuchten, inwieweit es gelungen war, die Würdigung mit der Unterhaltung zu vereinen. Da sie u.a. über 120 Ausgaben der Emsdettener Volkszeitung untersuchten, um die Zeitungsberichte über „Sportissimo“ seit 1984 kriteriengeleitet zu untersuchen, entschieden sie sich auch für eine informative Zeitung als Beitragsform.

Annika Späth aus der Q2 hat eine beachtliche Forschungsarbeit zu der Entstehung des beliebten Emsdettener Waldfreibades geschrieben. Sie untersuchte, ob mit dem Bau 1938 nationalsozialistische Interessen verknüpft waren, kam aber zu dem Schluss, dass der Bau selbst vermutlich nicht politisch instrumentalisiert war, aber die Nutzung zur Zeit des Nationalsozialismus.

Der Podcast von Timo, Emre, Linus, Peter, und Kaya (EF-Q2) thematisiert die Entwicklung des Ballonsports im Münsterland von einer Vereinsgründung 1909 über die Teilnahmen am internationalen Gorden-Bennett-Cup, dem Fahrverbot von Ferdinand Eimermacher im Nationalsozialismus und den Vereinswiederaufbau in der Nachkriegszeit:

In einer abschließenden Videokonferenz würdigten Geschichtslehrerin Donata Hillmann und Schulleiterin Anne Jürgens die Ergebnisse der Schüler*innen, die trotz erschwerter Forschungsbedingungen durch Corona den Mut nicht aufgaben und tolle Beiträge erstellten.

Jetzt heißt es Daumen drücken, bis die Jury die Sieger auf Landesebene im Juni bekannt gibt.

Geschichtswettbewerb