Videokonferenz mit Bürgermeister Oliver Kellner

„Guten Morgen!“, „Moin!“, „Hallo!“ schallte es aus 24 Wohnungen ins Rathaus, von wo aus Oliver Kellner in einer Videokonferenz der Klasse 5a des Gymnasiums Martinum zugeschaltet war. Nachdem die Schülerinnen und Schüler im Politikunterricht mit ihrem Lehrer Stefan Lesch über Kommunalpolitik gesprochen hatten, bildete dieses Interview den Abschluss der Unterrichtsreihe. 

Bevor das eigentliche Interview startete, gab Oliver Kellner den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihm auch private Fragen zu stellen und berichtete in diesem Kontext von seinen Hobbies. So konnten einige Kinder feststellen, dass auch Oliver Kellner früher schon für den Sportverein spielte, in dem er oder sie selbst heute aktiv ist. Er stellte außerdem heraus, wie sehr es ihn freue, wenn sich junge Menschen für seine Arbeit als Bürgermeister und die Politik generell interessieren. 

Danach bekam jedes der 24 Kinder der Klasse die Gelegenheit, Oliver Kellner eine zuvor vorbereitete Frage zu stellen. Wie lange arbeitet man eigentlich als Bürgermeister? Wie stressig ist dieser Job überhaupt? Was möchten Sie gerne in Emsdetten verändern? – Fragen über Fragen, zu denen der Bürgermeister gerne Auskunft gab.

Viele Fragen waren natürlich auch von den persönlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler geprägt. So interessierten sich Lasse und Ole besonders für die Frage, ob es in Emsdetten möglich sei, einen Dirt-Park zusätzlich zum Skater-Park zu schaffen, damit auch die Mountain-Biker auf ihre Kosten kommen. Oliver Kellner versprach, diesen Vorschlag aus dem Interview mitzunehmen und weiterzugeben, worüber sich die Kinder natürlich sehr freuten.  

VK

Nach anfänglicher Zurückhaltung wurden die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Gesprächs immer mutiger und stellten auch spontan Nachfragen. So bekamen viele Fragen dann plötzlich auch eine ganz persönliche Note: Wird es die Westumgehung durch Omas Garten geben und kann meine Oma sich dagegen wehren? Müssen Bäume auch wirklich gepflanzt werden, wenn das so im Bebauungsplan unseres Wohngebiets steht? Auch darauf bekamen die Kinder Antworten. Zudem wurde dann auch noch ganz private Fragen gestellt: „Kennen Sie meinen Papa? Sie haben mal mit dem Badminton gespielt!“, „Sie sind mit meinem Onkel zur Schule gegangen!“ So gingen am Ende dann einige Kinder doch noch mit einer Hausaufgabe aus dieser digitalen Politikstunde der besonderen Art heraus und mussten Grüße an Familienmitglieder ausrichten.

Auf die Frage, was der Bürgermeister auf Dauer in Emsdetten ändern möchte, konnte er den Kindern besonders viele Antworten geben: eine fahrrad- und umweltfreundliche Stadt – diese Antwort entsprach durchaus den Wünschen der Fünftklässler. Darüber, dass er in Zukunft auch Kinder und Jugendliche mehr bei Projekten mitsprechen lassen wollte, z.B. durch die Einführung eines Kinder- und Jugendrats dürften sich die Schülerinnen und Schüler besonders gefreut haben. 

Zum Abschluss des Gesprächs hatte Oliver Kellner dann aber auch noch eine Frage an die Kinder: Beschäftigt ihr euch in eurer Freizeit auch mit Politik? Unterhaltet ihr euch zuhause mit euren Eltern darüber, zum Beispiel über die Bundestagswahl? Mit Begeisterung nahm er auf, dass doch viele der Kinder sich für dieses Thema interessieren. Und wer weiß, vielleicht trägt diese besondere Politikstunde ja dazu bei, dass das Interesse an der Politik – gerade auch in Bezug auf die anstehenden Bundestagswahlen – noch einmal steigt. „Und vielleicht wird der ein oder andere schon bald selbst im Kinder- und Jugendrat aktiv,“ freut sich Klassenlehrerin Denise Instinsky über die gelungene Veranstaltung.