Martinum erhält Auszeichnung als Medienscout-Schule

Frohe Kunde am Martinum. Die Schule wird für ihre Bemühungen rund um den Erwerb der Medienkompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler von der Landesanstalt Medien in NRW als Medienscout-Schule ausgezeichnet. 

 

„Das Projekt Medienscouts NRW unterstützt Schulen dabei, präventiv Probleme wie Cybermobbing, Sexting, Datenmissbrauch und exzessive Mediennutzung im schulischen Alltag aufzugreifen und zu bearbeiten“, so wird es auf der Homepage der Landesanstalt für Medien NRW erklärt. 

„Wir haben bei uns am Martinum all diese Themen bereits vor dem Einstieg ins Projekt Medienscouts NRW behandelt. Mit der Teilnahme haben wir zusätzliche professionelle Unterstützung erhalten und stehen durch das entstandene Netzwerk mit anderen Schulen in Austausch“, erklärt Bianca Müsker, Lehrerin am Martinum, die 2017 zusammen mit ihrem Kollegen Stefan Lesch an der Ausbildung zur Beratungslehrkraft im Bereich der Medienscouts teilgenommen hat. Seitdem werden jährlich im Rahmen des Verantwortungsprojektes in der Jahrgangsstufe 8 neue Medienscouts ausgebildet. Die Aufgaben der Medienscouts liegen in der Beratung von Mitschüler*innen, der Planung, Durchführung sowie Evaluation von Medienkompetenztagen für die Jahrgangsstufe 5 und der Organisation von Elternabenden (z. B. zum Thema Gaming oder Soziale Netzwerke). „Mit Hilfe des Projektes lernen und vermitteln Schülerinnen und Schüler durch den Ansatz der „Peer-Education“ die Kompetenzen, die Voraussetzung sind für einen sicheren, fairen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien“, beschreibt die Landesanstalt für Medien NRW den Einsatz der Medienscouts. „Schüler lernen häufig von Mitschülern mehr als vom Lehrer,“ ergänzt Stefan Lesch die Bedeutung der Peer-Education in diesem wichtigen, fachübergreifenden Bereich.

Die Medienscouts des Martinums verbinden inhaltliche Aufklärung mit praktischer Medienarbeit. Cora Gräf beschreibt ihren Einsatz als Medienscout so: "Der richtigen Umgang mit Medien ist in der aktuellen Zeit sehr wichtig, daher möchte ich mehr darüber lernen und ihn anderen erklären können." Die Peer-Education wird durch die klassenübergreifende Durchmischung der Medienscouts als wertvoll wahrgenommen, weil so Informationen erfolgreich und auf Augenhöhe in die Schule getragen werden. „Die Art und Weise wie die Medienscouts anderen Jugendlichen die Chancen und Risiken der Mediennutzung nahebringen ist authentisch und zielgruppenorientiert,“ unterstreicht Bianca Müsker den Projektansatz und freut sich sehr über die Auszeichnung dieser jahrelangen Bemühungen. Auch der stellvertretende Schulleiter, Olaf Cimanowski, freut sich über die Anerkennung: „Eine gute technische Ausstattung zu haben, ist eine wesentliche Komponente für zeitgemäße Bildung, aber der reflektierte und kritische Umgang mit den digitalen Medien ist sicherlich ebenso wichtig.“ Außerdem dankte er den Schülerinnen und Schülern, die als Medienscouts arbeiten, sowie den betreuenden Lehrkräften für ihr außerunterrichtliches Engagement.

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